Junge Freiheit Nr. 17/17 - 32. Jahrgang vom 21.04.2017

„Der totale Steuerstaat“

Überschrieb die Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“ in der Ausgabe vom 21.04.2017 ihren Artikel. Darin war unter anderem Folgendes, auch Erschreckendes zu lesen:

„Deutschland ist Vizeweltmeister: In der Belastung seiner Bürger mit Steuern und Abgaben. Deutschland ist kein Weltmeister in wirtschaftlicher Freiheit oder Leistungsfähigkeit, Wohlstand pro Kopf oder Bildungsqualität, Infrastruktur oder Glücksempfinden. Zwei aktuelle Studien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) beleuchten, wie unersättlich der Fiskus ist. Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote übertraf 2016 mit 23,3 % erstmals den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2000, und die Steuer- und Abgabenlast summiert sich auf 40,2 % des BIP. Bei Arbeitnehmern beträgt die Gesamtbelastung des jährlichen Einkommens ab 30.000 € über 45 %. Die Steuerlast trifft also die Mittelschicht voll. Sogar die Einkommensklassen unter 10.000 € werden mit 35 % belastet. Zwischen 40.000 und 80.000 € wird die Höchstbesteuerung von 48 % fällig. Facharbeiter und Angestellte mit gutem Einkommen sollen Spitzenverdiener sein? Warum vergeht sich der Staat an den Bürgern, indem er ihr Privateigentum nicht schützt, sondern konfisziert, und seine Kernfunktionen, wirtschaftliche Freiheit und Sicherheit zu gewährleisten, nicht erfüllt? Eine Mittelschichtfamilie benötigt die Einkommen beider Eltern. Einfache Berufe taugen kaum zum Lebensunterhalt. Der politisch-staatliche Komplex stellt Weichen für das Leben der Bürger und moralisiert: Die OECD bemängelt eine vermeintlich ungerechte Besserstellung von Familien gegenüber Einzelhaushalten. Indes sind Familien die Keimzellen jeder Gesellschaft, nicht Alleinstehende. Wird nicht permanent ein Kindermangel beklagt? In der Familie herrscht Generationengerechtigkeit. Aber nur, wenn man vererben kann, dass man erworben hat. Gerecht wäre eine (niedrige) Einheitssteuer. …“

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