„Work-Life-Balance“ oder Ich Ich Ich?

In der sehr guten Wochenzeitschrift für die evangelische Welt „ideaSpektrum“ vom 20.11.2019 war ein interessanter Artikel zu lesen. Der Pastor Nils Langenberg aus Herne hielt bei einem „Impulse-Tag“ einen Vortrag über „Ausgewogenheit von Arbeit und Leben“, allgemein bekannt unter Work-Life-Balance.

Dieses Konzept unterstelle, dass Arbeit nicht Teil des Lebens sei. Er selber lehnt die Trennung von Beruf, Familie, Freizeit und ehrenamtliches Engagement ab. 80 % der Menschen unter 30 Jahren wollten nur noch in Teilzeit arbeiten, um sich besser um sich, ihre Freizeit und die Familie zu kümmern. Die ältere Generation, die nach dem Krieg Deutschland wiederaufgebaut hat, kannte so etwas nicht. Langenberg kritisiert auch Rentner, die mit Eintritt in den Ruhestand nur noch um sich selbst kümmern und mit dem Wohnmobil „das Weite suchen“ anstatt sich für die Gemeinde, für junge Menschen und für unser Land einzusetzen.

Die Kritik wendet sich gegen den allgemeinen Trend, dass es sich nur noch um die eigenen Bedürfnisse dreht, das „ich“ im Vordergrund steht. Das ist aber nicht biblisch und auch nicht von Gott gewollt. In der Bibel steht auch nichts über Urlaub, Wellness o. ä.. Sicherlich hat es immer Ruhezeiten gegeben, die der Mensch auch benötigt. Gott selbst hat geboten, dass der Sonntag der Ruhetag sein soll. Was aber heute teilweise gefordert wird, hat nichts mit dem christlichen Menschenbild, wie uns Gott gewollt hat, zu tun, sondern ist teilweise ein äußerst egoistisches, ichbezogenes Weltbild.

Ich finde den Beitrag vom Pastor Langenberg nachdenkenswert.

Ihnen und Ihrer Familie eine behütete Woche – bleiben Sie kritisch!

Schulte Anwaltskanzlei
Thomas Schulte LL.M.
Rechtsanwalt für Arbeitsrecht

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